Als eine willkommene Abkühlung nach der seit Wochen anhaltenden Hitzewelle (+10 °C auf dem Stilfserjoch) werden es einige Fahrer empfunden haben, andere wiederum als ein harter Kampf gegen die 1.850 Höhenmetern, die es zu überwinden galt.
Mit einen österreichischen Doppelsieg ist das heutige Radrennen auf das Stilfserjoch zu Ende gegangen. Hans Peter Obwaller (Sieger der diesjährigen Tour-Transalp) hat mit seiner sehr starken Fahrt in der Zeit von 1.15.00 den Streckenrekord um nur 4 Sekunden verpasst. Klaus Steinkeller hat das Feld von hinten aufgerollt und konnte sich in der Zeit von 1.16.13 den zweiten Gesamtrang sichern. Philip Götsch - erster Südtiroler - erreichte als dritter das Ziel, gefolgt von Werner Weiss, Alexander Zelger und dem Deutschen Felix Spensberger.
Nach dem Start ließen es die 150 Radler verhältnismäßig gemütlich angehen - in Gomagoi war die Gruppe noch ca. 25 Fahrer groß. Obwaller machte anfangs das Tempo, wurde vom Feld aber wieder eingeholt. In Trafoi zählte die Spitzengruppe dann noch 10 Fahrer bis diese nach einer Tempoverschärfung durch Alexander Zelger gesprengt wurde. Vor der Weißen Knott konnte sich dann Obwaller von Zelger lösen und sich mit einer Solofahrt einen unangefochtenen Sieg erkämpfen.
Bei den Frauen wurden der Streckenrekord durch Marina Ilmer pulverisiert. Um fast 5 Minuten hat sie den Rekord verbessert und mit 1.31.26 eine Zeit vorgelegt, an der sich gar einige Männer die Zähne ausbeißen werden.
Jährlich wird auf der Stilfserjochpassstraße ein Radrennen für Amateure organisiert. Die Strecke von 24 km bei einem Höhenunterschied von 1840 m Höhenunterschied und einer durchschnittlichen Steigung von 7,6 % verlangt von den Fahrern alles ab. Vom Start beim Hotel Prad verläuft die Straße zunächst leicht ansteigend auf der orographisch linken Seite des Suldenbaches. Von km 5 an (Stilfserbrücke) wird die Straße wesentlich steiler und bei km 7 (Gomagoi) gibt es das letzte Flachstück. Vor man durch Trafoi (km 10) fährt, sind die ersten zwei der 48 Kehren zu durchfahren. Nach Trafoi verlässt die Straße den Bachverlauf und die es folgt Kehre um Kehre. Beim Gasthaus zur „Weißen Knott“ ist das steilste Teilstück (12 %) zu bewältigen und kurz danach erreicht man die Waldgrenze und die Paßhöhe ist zu ersten mal ersichtlich. Nach ca. 1 Stunde fährt man am Hotel Franzenshöhe (2250 m) vorbei. Auf dem letztem Kilometer ist noch ein Steilstück von ca. 50 Metern zu bewältigen und nach der letzten Kehre sind es noch 300 Meter bis zur Passhöhe.
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